Polizei: Ruhiges Kronacher Freischießen mit zwei heiklen Einsätzen

Erstellt von Marco Meißner | |   Fränkischer Tag

Aus Sicht der Polizeiinspektion Kronach kann auch dieses Jahr, trotz zwei kritischer Ereignisse, von einem relativ ruhigen Freischießen gesprochen werden.

Die Zahl der Körperverletzungen ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben (9), wie die Inspektion Kronach mitteilt. Sechs der körperlichen Übergriffe fanden im Umfeld der Veranstaltung, lediglich drei auf der Festwiese selbst statt. Bedauerlicherweise mussten die Polizeikräfte ein Delikt wegen versuchten Totschlags aufnehmen, da ein Festbesucher auf dem Nachhauseweg von einer Personengruppe angegangen und von einem der Täter mit dem Fuß massiv gegen den Kopf getreten wurde. Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Gegen den Haupttäter wurde zwischenzeitlich Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Hinsichtlich der verübten Sachbeschädigungen ist die Anzahl zum Vorjahr gleich geblieben (2). Drei Radfahrer und zwei Kraftfahrer mussten wegen Trunkenheitsfahrten zur Anzeige gebracht werden. Die Anzahl der Diebstähle ist im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2018 deutlich gestiegen. Obwohl dieses Jahr kein einziger Fall von Maßkrug-Diebstahl zur Anzeige kam, wurden elf Eigentumsdelikte registriert.

Trotz zahlreicher freier Parkmöglichkeiten mussten knapp 200 Verkehrsteilnehmer wegen Falschparkens beanstandet und zwei von ihnen sogar abgeschleppt werden.
Tragisches Unglück

Überschattet wurde das Traditionsfest jedoch von einem Zugunglück. Ein junger Mann aus dem Raum Mittelfranken war beim Festgelände auf die Gleisanlage getreten, dort von einem herankommenden Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden.
Auch Florian Kristek vom Roten Kreuz spricht von einem recht ruhigen Fest. 238 Personen mussten von den 217 Helfern in 1328 ehrenamtlichen Dienststunden versorgt werden. Zehn Personen wurden in die Klinik transportiert. Sehr häufig traten heuer Insektenstiche auf. Besonders tragisch sei der tödliche Unfall auf den Gleisen gewesen. Allerdings habe sich dabei gezeigt, dass das Einsatzkonzept der Rettungskräfte funktioniert. So konnten neben dem eigentlichen Einsatz weitere 20 Personen, die mit dem Unglück konfrontiert waren, vor Ort betreut werden. Was die Schützen zum Festverlauf sagen und welche besondere Idee momentan geprüft wird, erfahren Sie hier bei inFranken-Plus.

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